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Der litauische Barock, initiiert in Belarus durch Mikołaj Krzysztof Radziwiłł, brachte europäische Künstler nach Vilnius. Später weitergeführt durch Johann Christoph Glaubitz, der unter anderem das Basilianer-Klostertor entworf.
Die wechselvolle Geschichte des litauischen Barocks beginnt in der Stadt Njaswisch (bela. Нясвіж) im heutigen Belarus. Hierher zog Mikołaj Krzysztof Radziwiłł der Waise, der Kanzler des Großfürstentums Litauen, im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert Architekten, Bildhauer und Maler aus ganz Europa (insbesondere Italien), um beim Wiederaufbau der Stadt zu helfen. Diese Künstler wurden kurze Zeit später auch mit dem Wiederaufbau des Großfürstlichen Palastes beauftragt, nachdem dieser 1610 durch einen Brand verwüstet worden war. Sie bauten auch die königliche Kapelle des Heiligen Kasimir in der Kathedrale von Vilnius. Zu diesen Künstlern gehörten die Architekten Matteo Castelli (gest. 1632), Giacomo della Porta (gest. 1602), Domenico Fontana (gest. 1607) und Francesco Borromini (gest. 1667). Vor allem Castelli hatte sich in seinem Heimatland Italien bereits einen Namen gemacht. Diese Generation von Künstlern begründete eine Tradition, die zum Vilniusser Barock oder zur Vilniusser Barockschule führte, die von dem schlesischen Architekten Johann Christoph Glaubitz begründet wurde. Sie gilt als eines der letzten Zeugnisse barocker Architektur in Europa und führte zur Errichtung der Kirche St. Peter & St. Paul sowie der Kirche St. Katharina in Vilnius. Weitere Beispiele sind das Tor zum Basilianer-Kloster (ebenfalls in der Hauptstadt) und des Klosters Pažaislis am Stadtrand von Kaunas. Die aus rotem Backstein errichtete Kirche in Šiluva aus dem 18. Jahrhundert ist wahrscheinlich das letzte erhaltene Denkmal der spätbarocken Sakralarchitektur.

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