A. Aleksandravičius

Kulinarische Überraschungen

Jede Region Litauens besitzt ihre ganz eigene Speiseliste, die gefüllt mit landestypischen Gerichten, auch neue und alte Speisen anbietet, die Sie so nicht erwarten würden. Gehen Sie mit uns auf die Reise und entdecken die kulinarischen Überraschungen Litauens!

„Kauno spurginė“ – Geschmack der Vergangenheit

In unserer schnelllebigen Zeit ist es kaum noch möglich authentische und ursprüngliche Orte zu entdecken. In Kaunas bekommen Sie die Möglichkeit dazu, denn die legendäre Konditorei „Spurginė“ auf der Allee der Freiheit (lt. Laisvės alėja) ist so ein Platz. Seit 1985 gibt es die kleine Krapfenbäckerei in der sich weder das Interieur, noch das Personal und schon gar nicht die Rezepte der verschiedenen Siedegebäcke verändert haben. Die Spurginė gehört heute zu den kultigsten Cafes in ganz Litauen und ist ein Ort an dem die Vergangenheit mit allen Sinnen erlebt werden kann.

„Kavos Meistrai“ – Litauische Kaffeekultur

Die Bewohner der litauischen Hauptstadt sind vor allem eins – Kaffeesüchtig. In den Gässchen der kleinen Altstadt finden Sie an jeder Ecke ein gemütliches Café, in dem Sie nach ausgiebigen Erkundungstouren, wieder Kraft tanken können.  Egal ob Cappuccino, Cafe Americano, Latte Macchiato oder Espresso – unzählige Kaffeesorten und Spezialitäten aus aller Welt gibt es hier zu entdecken. Die litauische Kaffeekultur ist jung und entwickelt sich. Mittlerweile gibt es verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel das „Vilnius Coffee Festival“ und sogar eine „Gute Kaffee-Karte“, die ihnen verrät, welche Kaffeehäuser Sie unbedingt besuchen müssen. Von kleinen charmanten Cafés, über ausgewählte Konditoreien, bis hin zu litauischen Kaffeeketten, wie „Huracan“, „Caffeine“ und „Vero Cafe“ – die Auswahl ist riesig und überrascht mit Expertise und Vielfalt. Die geröstete Bohne steht jedoch nicht immer immer im Mittelpunkt – längst haben sich die stylischen Cafés in kreative Arbeitswerkstätten entwickelt, die von Kaffeesüchtigen, „Locals“, Touristen sowie Künstlern, Studenten und digitalen Nomaden gleichermaßen genutzt wird.

“Žuvies sriuba” – Traditionsgericht mit Stil

Unbedingt sollten Sie eine hausgemachte, authentische Fischsuppe kosten, die in den kleinen Städtchen entlang der Ostsee angeboten werden. Je nach saisonaler Verfügbarkeit werden die Suppen aus unterschiedlichen Fischarten zubereitet. Ihr Geschmack wird nicht nur von den Jahreszeiten bestimmt, sondern auch von der Reihenfolge in der die verschiedenen Fischstückchen in den Topf gegeben werden. In Dreverna, in der Nähe der Hafenstadt Klaipėda, liegt der beliebte „Fischweg“ auf dem Sie Ihre Leidenschaft nachgehen können. Sollte ihre Reise nicht an der Ostsee vorbeiführen, lohnt sich ein Besuch der Aukštaitija, denn hier wird Fischsuppe, in einem Laib Schwarzbrot serviert.

„Zanavykų ragaučius“ – ein Kohlkopf zum Verlieben

Die Zanavykija ist ein Teil der Suvalkija im Südwesten Litauens. Hier befindet sich das Örtchen Šakiai – eine Stadt mit drei Herrenhäusern von beachtlicher Baukunst und Größe: Gelgaudiškis, Zypliai und Kiduliai. Die Aristorkatie des Landes hat ein reichhaltiges und gaumenfreundliches Erbe hinterlassen. Der König der Tafel ist der im Ofen gebackene und mit Fleisch gefüllte Kohlkopf! Der Geschmack erinnert an Kohlrouladen, aber sein Aussehen macht den Hausfrauen alle Ehre – ein Kohlkopf zum Verlieben. Über die Essensbräuche der Zanavykija können Sie sich im Restaurant „Kuchmistrai“ erkunden, dass sich im Gutshaus Zypliai befindet.

“Blynai“ – fluffige Pfannkuchen aus Punia

Das Örtchen Punia befindet sich direkt an der Memel im Bezirk Alytus und beherbergt eine echte dzūkischen Bauernstuben, in der eine authentische und urige Atmosphäre herrscht.

Das Restaurant hat die Gebräuche der Dzūken wieder zum Leben erweckt und eine aufwendige Rekonstruktion des Gutshauses aus dem 19. Jahrhundert vorgenommen. Heute können Besucher nicht nur fluffige Pfannkuchen essen, sondern an Kochkursen teilnehmen bei denen die Mehlherstellung mit einem alten Mühlstein erlernt werden kann. Hier werden auch die unglaublich leckeren dzūkischen „Bandas“ gebacken – ein aus Kartoffeln und Buchweizen bestehender Fladen, der im Brotofen auf Kohlblättern gebacken wird.